In den letzten zwei Wochen haben sich die Neuigkeiten rund um KI erneut überschlagen – es werden täglich neue Tools und Integrationen vorgestellt und noch verrückter 🤯 schon bald werden die ersten Gehirne direkt mit der Cloud verbunden. #CrazyTimes

Windows 11 bekommt ab Juni seinen eigenen CoPilot

Der Windows CoPilot, der bislang nur in den Microsoft Office Tools verfügbar war, bekommt ab Juni seine eigene Integration in Windows 11. Der CoPilot wird dann als eigenständiges Programm auf dem Desktop immer verfügbar sein, um komplexe Fragen zu beantworten, auf Dokumente zuzugreifen oder Informationen aus dem Internet abzurufen. Damit kombiniert der Windows CoPilot die Vorteile von Bing Chat und dem Office 365 CoPilot, da er sowohl Zugriff zum Internet als auch zu lokalen Daten hat.

Wenn ihr mit Windows arbeitet und euch bislang noch nicht mit ChatGPT oder Bing Chat auseinandergesetzt habt, dann wird es jetzt wirklich Zeit – der neue CoPilot kann euch xfach produktiver machen, wenn ihr ihn richtig einzusetzen wisst.

Für die Apple-User unter uns wird es kommende Woche spannend – dann werden auf der WWDC die neuen Betriebssysteme von Apple vorgestellt. Hier muss Apple eine Antwort liefern, um seine Kunden und Aktionäre nicht böse zu enttäuschen. Ich persönlich freue mich auf die WWDC und erwarte hier einige Updates, insbesondere, da Apple bislang nicht das volle Potenzial aus seinen eigens entwickelten Chips ausgeschöpft hat, die sich hervorragend für KI-Programme eignen. Die Keynote wird in Deutschland um 19 Uhr auf Apple.com, YT u.s.w. Live übertragen.

Photoshop ĂĽbernimmt die FĂĽhrung im Rennen um die beste KI-Bildgenerierung

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Adobe spielt mit der Photoshop Generative Fill Funktion seinen “unfairen Vorteil” bei der Menge an Daten und Usern aus und hat sein KI-Modell zur Bildgenerierung mit echten Fotos aus Adobe Stock trainiert. Das Ergebnis: Eine wirklich beeindruckende Photoshop-Integration, die bestehende Fotos beliebig erweitern und so komplett neue Bilder erschaffen kann.

Melissa aus unserem Medien-Team hat das neue Tool mit einem Foto von mir getestet, hier das Ergebnis:

Noch mehr “Eindrücke” findet Ihr bei Instagram.

PS: Auch Figma (bald Adobe?) hat einen beeindruckenden AppStore aufgebaut, zBsp Plugins von Diagram.

Was bedeutet die neue Google Ads AI-Integration fĂĽr Marketing-Teams?

Die “AI-Symphony”, wie ich sie auf meiner OMR-Keynote genannt habe, ermöglicht das Zusammenspiel vieler, unterschiedlicher KI-Programme und lässt so digitale Ergebnisse entstehen, die komplett KI-generiert sind – von der ersten Idee bis zur finalen Anzeige.

Die neue Google AD AI-Integration vereinigt all diese Tools an einem Ort – Text, Bild, Video und Voice können mithilfe von KI direkt in Google Ads generiert und an die richtige Zielgruppe ausgespielt werden.

Aber was bedeutet das für unsere Marketing-Teams? Wenn Google und andere Plattformen bald eigenständig Anzeigen erstellen können, welchen Input braucht es dann noch vom Menschen und wie können Firmen sich überhaupt noch mit ihren Anzeigen vom Wettbewerb abheben, wenn alles aus dem gleichen KI-Modell kommt?

Ich denke, wir alle werden lernen müssen, mit den neuen KI-generierten Produkten umzugehen – sowohl die Werbenden, als auch die Konsumenten. Wir befinden uns gerade in einem Umbruch und ich bin sehr gespannt, ob und wenn ja wie wir zukünftig KI-generierte Inhalte von “echten”, oder Menschen-generierten Inhalten unterscheiden können werden.

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Das von Elon Musk gegründete Unternehmen Neuralink forscht bereits seit 2016 an Gehirnimplantaten, um eine direkte Verbindung zwischen dem Computer und unserem Gehirn herzustellen. So könnten wir zukünftig in der Lage sein, KI-Modelle direkt mit unseren Gedanken zu steuern. Das bedeutet, wir werden irgendwann keinen Screen, keine Tastatur und keinen Sprachassistenten mehr brauchen, um mit dem Computer zu interagieren. Wann die Gehirnimplantate nicht nur in der Lage sein werden, die Signale vom Gehirn richtig zu deuten, sondern unser Gehirn auch in der Lage ist, den Output zu verarbeiten, ist noch unklar. Auch, ob wir “lernen” müssen, mit diesem neuen Interface zu kommunizieren, so wie wir vor ein paar Jahrzehnten lernen mussten, einen Bildschirm zu bedienen. Fest steht: auch diese Entwicklung, die für viele aktuell noch nach Science-Fiction klingt, wird kommen. Neuralink hat letzte Woche die Genehmigung von der FDA bekommen, seine Hirnimplantate an Menschen zu testen.

Kernfusion made in Germany – Münchener Startup Proxima erhält 7 Millionen Euro Seed-Funding

Auch wenn es noch einige Jahrzehnte dauern wird, bis diese neue Technologie skalierbar ist, glaube ich langfristig an die Kernfusion als saubere Energiequelle. Bereits 2021 habe ich mit einer deutschen Vorreiterin in diesem Gebiet – Marvel COO Heike Freud – hierzu gesprochen.

Letzte Woche hat ein weiteres Startup aus München namens Proxima 7 Millionen Euro Seed-Kapital für ihren neuartigen Kernfusions-Ansatz erhalten. Anders als Marvel Fusion setzen sie bei der Reaktion nicht auf Laser, sondern auf Magnete und erhoffen sich davon ein geringeres Risiko. Das Gründerteam sieht wirklich vielversprechend aus: Sie kommen vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP), von der US-Hochschule MIT oder dem Forschungslabor von Google X. (Handelsblatt)

Letztes Jahr habe ich in einem LinkedIn Artikel ein Projekt der Google-Tochter DeepMind vorgestellt, bei dem die Kernfusion ebenfalls mithilfe von KI-gesteuerten Magnetfeldern instand gehalten werden soll.

Insights aus dem 10xDNA Research Team: 3D-Druck | Tesla | Palantir

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Wir haben uns im 10xDNA-Research Team in den letzten Monaten vermehrt Unternehmen im Bereich industriellen 3D-Druck angesehen, da diese Zukunftstechnologie unserer Einschätzung nach gerade an einem sehr interessanten Moment steht: Dank KI-Software und revolutionärer Druck-Technologien können wir komplett neue Bauteile erschaffen, die genau auf ihre Funktionen zugeschnitten sind und somit xfach bessere Produkte herstellen.

Mithilfe von immer besser werdender Simulationssoftware können wir genauer vorhersagen, wie ein Bauteil optimal ausgelegt werden muss, z.B. in Hinblick auf Belastung, und Temperatureinwirkung. 3D-Druck ermöglicht u.a. die Herstellung neuer Geometrien, sodass diese Bauteile so gefertigt werden, dass sie optimal zu ihrem Anwendungsfall passen. Konventionelle Fertigungsmethoden können diese Komplexität oftmals nicht gewährleisten und lassen sich nur mit hohen Kosten adaptieren.

Paul aus unserem 10xDNA-Research-Team hat hierzu ein ausführliches Paper veröffentlicht.

Tesla’s Model Y ist im ersten Quartal 2023 das meistverkaufte Auto der Welt – ein riesiger Erfolg, den viele für unmöglich gehalten hätten. Kein Fiat Panda, kein Toyota Corola, kein Golf, … kein anderes Auto wurde so oft verkauft, wie das Model Y.

Nach einem starken Abverkauf hat sich eine unsere Top-Positionen in den letzten Wochen mehr als verdoppelt: Der Palantir Kurs stieg innerhalb von 4 Wochen von $ 7,32 auf $ 14,92. Die Kursentwicklung ist u.A. auf die neue AI-Plattform (AIP) zurückzuführen. Diese neue Plattform ermöglicht es Palantir-Kunden Large Language Models (LLMs) in den eigenen Prozessen zu verwenden. Außerdem wurde die Überschreitung der Profitabilitätsschwelle und die Ankündigung, in 2023 in jedem Quartal profitabel zu sein, positiv aufgefasst. Die Aktie notiert immer noch weit entfernt vom vorherigen Hoch, aber es zeigt, wie schnell sich Techwerte nach irrational scheinenden Abverkäufen erholen könne

Dies ist keine Anlageberatung. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Offenlegungen auf 10xdna.com/info

Update aus dem Freigeist-Team

Letzte Woche war Helen aus unserem Freigeist-Team bei einem Talk von OpenAI-Gründer und CEO Sam Altman an der TUM. Es freut mich sehr zu sehen, dass unsere führenden Tech-Unis ihren Studierenden solche Events ermöglichen und dass wir mit der TUM eine dieser erstklassigen Unis in unserem Freigeist-Netzwerk haben.

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Auch Aachen zählt zu den führenden Tech-Standorten Deutschlands und auch hier durften wir mit Freigeist vergangene Woche bei zwei Events mitwirken: Niklas war als Jury-Mitglied auf dem Deep Tech Momentum Alexander als Mentor auf der Atec an der RWTH Aachen.

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Tool- und Leseempfehlungen

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Nvidias KI-Durchbrüche Supercut 🎬

Die nächste eindrucksvolle Demo von Nvidia. Highlights der letzten #nvidia-Keynote in Taiwan waren: generative KI für Robotik, Chipdesign, Medien, die Nutzung von #chatgpt durch #openai und viele Enthüllungen über jede Anwendung von künstlicher Intelligenz. Wirklich verrückt, wie schnell sich die Chips entwickeln 🤯 Hier der 28 Min SuperCut

Tool: Raindrop

Raindrop ist eine App, in der man sich alles wie ein Lesezeichen speichern kann – egal, ob Bücher, PDFs, Webseiten, Songs, Artikel – hier wird alles an einem Ort gesammelt, sodass man es immer wieder findet, auf allen Geräten.

Wall Street Journal Interview: Elon Musk on AI, China, Tesla and Succession Planning

Elon hatte es schon angekündigt und zieht es offensichtlich auch durch: er führt eine Reihe an Interviews mit verschiedenen Medien – das Gespräch mit WSJ ist zum Beispiel eins davon, das ich interessant finde.


AuĂźerdem hier eine Gute Ăśbersicht ĂĽber KI-Artikel vom Einstieg bis zu tiefer gehenden Themen.